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Nährstoffe

Hoher Proteingehalt aus frischem Fleisch

Das Verdauungssystem unserer Hunde und Katzen hat sich seit Jahrhunderten nicht verändert.
Vom Chihuahua bis zur grossen Dogge findet man bei allen Haushunden dieselben DNA-Muster vor und für alle gilt derselbe evolutionäre Ursprung – nämlich der Wolf

Genau wie ihre lebenden Vettern, sind unsere Begleithunde und Katzen mit scharfen Zähnen, einem kurzen, säurehaltigen Verdauungstrakt und einen Körper ausgestattet, der hocheffizient das aus dem Fleisch gewonnene Protein zur Energiequelle umwandeln kann.

Anders als Kohlenhydrate (die bei einem Zuviel den Blutzucker nachteilig beeinflussen und im Körper in Form von Fett gespeichert werden), wird Protein entweder in Energie umgewandelt oder – sobald der Proteinbedarf des Körpers gedeckt ist – auf natürlichem Wege ausgeschieden.

Getreide in der Nahrung für Hunde und Katzen.
Getreide wurde zur Herstellung von Hunde- und Katzennahrung erstmalig vor ca. 70 Jahren verwendet, als der Verbraucher die Bequemlichkeit von Futter aus der Tüte entdeckte und die Hersteller die Kosten reduzieren wollten, indem sie Fleisch-Proteine durch billige Kalorien aus Getreide (Pflanzen-Eiweiss) ersetzten.

Obgleich Getreide tatsächlich preiswerte Kalorien liefert, ist seine Verwendung in der Hunde- und Katzennahrung andererseits auch mit Nahrungsmittelallergien verbunden und sollte sparsam eingesetzt werden. Es gibt Hunde, die werden ohne Getreide nicht satt. Dabei ist zu bedenken, dass auch Getreide wie Fleisch reichlich Phosphor liefert.

Der Stoffwechsel von Hunden und Katzen kann Getreide nur sehr beschränkt verarbeiten und die Kohlenhydrate führen zu Fettleibigkeit, Insulinresistenz und anderen Erkrankungen. Getreide enthält unter anderem auch Phytin – Pflanzenphosphate, welche die Aufnahme von Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink und Jod im Körper hemmen.
Da Getreide preiswert, weltweit verfügbar und leicht zu verarbeiten ist, ist es in den meisten handelsüblichen Futtersorten grosszügig enthalten.

Niedriger Gehalt an Kohlenhydraten

Hunde haben einen sehr geringen Bedarf an Kohlenhydraten, Katzen gar keinen. Hunde und Katzen sind von Natur aus Fleischfresser und ihr Stoffwechsel ist für eine proteinreiche und kohlenhydratarme Nahrung konzipiert. Eine natürliche Hunde- und Katzennahrung enthält – wenn überhaupt – nur einen moderaten Anteil an Kohlenhydraten und diesen nicht nur aus Getreide.

Als Nährstoffe bezeichnet man verschiedene organische und anorganische Stoffe, die vom Lebewesen zu dessen Lebenserhaltung aufgenommen und im Stoffwechsel verarbeitet werden. Die Vielfalt und die unterschiedlichen Bedürfnisse der Lebewesen lassen sich dennoch auf wesentliche Nährstoffgruppen zusammenfassen.  

Viele Nährstoffe können unter Energieverbrauch aus anderen hergestellt werden, andere müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, diese bezeichnet man als essentielle Nährstoffe. 
 
Kohlenhydrate
Sie dienen in der Hauptsache der schnellen Energieversorgung. Sie gelten als nicht essentiell und können in der Gluconeogenese synthetisiert werden. Kurzfristig wird Glucose als Glycogen in der Leber und im Muskelgewebe gespeichert. Wenn die Versorgung der Gewebe mit Kohlenhydraten grösser ist als der Verbrauch, wird der Überschuss in Fett umgewandelt und gespeichert.
Der Energiegehalt von 1 g Kohlenhaydrat beträgt rund 17,2 kJ (4,2 kcal).

Nichtverdauliche Kohlenhydrate sind Ballaststoffe. Viele Pflanzen werden gezielt als Kohlenhydratquelle angebaut. Die in der (menschlichen) Ernährung wichtigsten Kohlenhydrate sind: Stärke aus allen Arten Getreide und Getreideprodukten (Reis, Brot, Nudeln), Kartoffeln, Bohnen, Cellulose u.a. aus Gräsern, für Wiederkäuer durch bakteriellen Abbau im Pansen als Futtermittel verwertbar, für den Menschen, den Hund und die Katze unverdaulich (Ballaststoffe). Rohrzucker aus Zuckerrohr und Zuckerrübe, Fruchtzucker aus Obst und Honig, Traubenzucker aus Honig und als Bestandteil anderer Zucker, Milchzucker aus Milch und Milchprodukten.

Fette
Flüssige fette Oele und feste Fette sind mit einem zu Kohlenhydraten und Proteinen etwa doppelt so hohen Brennwert von ca. 39 kJ (9,3 kcal) ein guter Energielieferant und zusammen mit Glykogen ein wichtiger Energiespeicher im Körper. Zur Energiegewinnung wird ein Fettmolekül in Glyzerin und drei Fettsäuren gespalten, letztere werden über die Beta-Oxydation weiter abgebaut und in den Citratzyklus eingefügt. Zweifach ungesättigte Fettsäuren können vom Körper nicht hergestellt und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Die bekanntesten Beispiele sind die Omega-3 und Omega-6 Fettstäuren. Wichtige Quellen für Speisefette sind zahlreiche Nutzpflanzen und Tiere:

Pflanzenöle: Rapsöl, Sonnenblumenöl, Leinöl, Palmöl, Olivenöl, Kokosöl, Erdnussöl

Tierische Fette: Tran von Walen und Robben, Talg von Rindern und Schafen, Schmalz von Schwein und Gans, Butter und Butterschmalz, Fettfisch wie Hering, Sardine und Sardelle, Lachs, Makrele oder Aal

Proteine
Eiweisse werden vor allem im Baustoffwechsel zu körpereigenen Stoffen umgebaut. Neben Strukturproteinen wie in Muskeln sind hier auch Enzyme zu nennen. Dazu werden die Proteine zuerst in die Grundbausteine, die Aminosäuren, gespalten und dann zu neuen Proteinen zusammengesetzt. Die Effektivität dieses Umbaus wird mit der biologischen Wertigkeit beschrieben.

Viele Aminosäuren können aus anderen synthetisiert werden, andere müssen als essentielle Aminosäuren mit der Nahrung aufgenommen werden. Proteine werden auch zur Energiegewinnung herangezogen und in den Citratzyklus eingespeist. Ein Gramm Fett liefert etwa 17,2 kJ (4,2 kcal) Energie.

Proteine werden aus unterschiedlichen Lebensmitteln wie Nutzpflanzen, Tieren oder Milchprodukten bezogen. Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Erbsen, Kartoffeln (lediglich 2%, dafür sehr viele essentielle Aminosäuren).

Vitamine
Sie sind für die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen lebensnotwendig und an unterschiedlichen Abläufen beteiligt. Sie erfüllen viele Aufgaben, sorgen unter anderem für den Knochenaufbau, die Sehkraft, den funktionierenden Stoffwechsel , das Immunsystem usw. Vitamine sind empfindliche und werden durch die Verarbeitung wie Lagerung, Kochen, einfrieren zum Teil zerstört. Verzehrt der Hund oder die Katze ihr Beutetier frisch sind alle benötigten Vitamine vorhanden. Vitamin C ist für Katzen nicht essentiell, der gesunde Hund bildet es selber im Körper.
Vitamine machen Mineralstoffe "lebendig".

Fettlösliche Vitamine: A, D, E, K - sie werden im Körper gespeichert und können sich da anreichern
Wasserlösliche Vitamine: Vitamine des B-Komplex, C, Biotin

Katzen brauchen Vitamin A aus tierischen Quellen, sie sind nicht in der Lage, das in Pflanzen als Provitamin A Vorstufe vorkommende Beta-Karotin in die aktive Form Retionol umzuwandeln.

Vitamine

Mineralstoffe
Sind anorganische Substanzen und bestehen aus Mengenelementen und Spurenelementen. Sie sind wichtig für die Knochen, die Nerven, den Proteinsstoffwechsel, Aktivität von Enzymen und Hormonen, die Aufrechterhaltung des osmotischen Gleichgewichtes im Körper. Mineralstoffe sind sehr stabil und werden auch durch Einfrieren oder Erhitzen nicht zerstört. Beim Kochvorgang können sie jedoch ins Kochwasser übergehen.

Bei einer Fütterung ohne Knochen und Blut muss Salz zugegeben werden.

Mineralstoffe: Mengenelemente Spurenelemente

Wasser
Wasser (H2O) ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H).

Die Katze ist ein Wüstentier und kommt, sofern die Nahrung einen hohen Feuchtigkeitsanteil (70%) hat, mit wenig Wasser aus. Sie sind spezialisiert, den Wasserbedarf über die Nahrung zu decken und haben kein ausgeprägtes Durstgefühl. Mit Trockenfutter ernährte Katzen trinken so gut wie immer zu wenig Wasser.
Wasser sorgt für eine einwandfreie Herzfunktion, ist wichtig für den Kreislauf und die Nieren, für die Wärmeregulation und den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen.

Der menschliche Körper besteht zu über 70 % aus Wasser. Ein Mangel an Wasser führt beim Menschen und beim Tier zu gravierenden gesundheitlichen Problemen (Dehydratation), da in diesem Fall die Funktionen des Körpers, die auf das Wasser angewiesen sind, eingeschränkt werden. Zitat der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): Geschieht dies (die Wasserzufuhr ist gemeint) nicht ausreichend, kann es zu Schwindelgefühl, Durchblutungsstörungen, Erbrechen und Muskelkrämpfen kommen, da bei einem Wasserverlust die Versorgung der Muskelzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen eingeschränkt ist.

Wasser, äußerlich angewendet, hat auf die Gesundheit und die Hygiene sehr günstige Einflüsse.

Pflanzen und Tieren ohne
Skelett verleiht der Turgordruck des Wassers Form und Festigkeit. Durch Turgoränderungen können sie sich auch bewegen (zum Beispiel Blattbewegung bei Pflanzen).

Die
Stachelhäuter, zu denen die Seeigel, Seesterne und Seewalzen gehören, haben statt eines festen Skeletts ein System hydraulisch arbeitender Gefäße (Ambulacralsystem). Sie bewegen sich durch gezielte Druckänderungen in diesem Gefäßsystem.