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Rudelaufbau | |
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Das Ziel beim Apportieren: Der Hund soll
auf Kommando einen geworfenen Gegenstand zurück bringen, sich vor mich
hinsetzen und mir den Gegenstand übergeben. Apportieren ist für einen Hund eine der schönsten Beschäftigungen. Der Mensch kann damit das Jagd- und Beutefangverhalten des Hundes zufriedenstellen und in gewünschte Bahnen lenken. Bis etwa zur 12. Woche trägt ein Welpe
von sich aus seine gefundene Beute in ein sicheres Lager, meist sein
Schlafplatz, zurück. Dieses Verhalten nutze ich für die ersten Übungen. Bei der nächsten Wiederholung bereite
ich den Welpen auf das Apportierspiel vor. Gemeinsam holen wir die
"Beute" vom Schrank oder aus der Schublade und gehen zum Schlafplatz.
Der Welpe wird in grosser Erwartung auf seinen Schlafplatz sitzen und
das Werfen des Gegenstandes kaum erwarten können. Den Übungsort verlegen wir dann in ein
anderes Zimmer. Die Schlafdecke kommt mit und wird auf dem Boden
ausgelegt. Übungsaufbeu wie oben beschrieben. Der Welpe bringt seine
Beute ins Nest, also noch nicht ausdrücklich und zielstrebig mir. Dann verlegen wir den Übungsort auf eine Wiese, die Schlafdecke kommt wieder mit. Ich verliere die Decke und lasse sie vom Hund finden. Vermutlich wird er sich drauflegen. Dann werfe ich die Beute wie gewohnt. Da ich mich jedes Mal sehr freue, wenn der Kleine mir die Beute zurückbringt wird er bald lernen, die Beute mir direkt zu bringen. Im 5. Schritt kann die Decke
weggelassen werden, weil der Hund gelernt hat, die Beute direkt mir zu
bringen. Es genügt jetzt auch, den Hund "Sitz" machen zu lassen, die
Beute wegzutragen oder wegzuwerfen, zum Hund hinzugehen, ihn kurz an der
Brust zurück zu halten und das Hör- und Sichtzeichen zu geben. Mit diesem lustbetonten Apportierspiel
können eine Menge anderer gewünschter Verhaltensweisen beim Hund
gefestigt werden: Dies ist sehr wichtig, habe ich doch so eine Möglichkeite, den in diesem Stadium immer selbständiger werdenden Hund positiv an mich zu binden. Auch kann ich das für den Hund ganz normale Jagd- und Beuteverhalten in gezielte Bahnen lenken. Der so beschäftigte Hund hat es dann nicht mehr nötig, Wild zu hetzen oder anderen jagdlichen Leidenschaften (Radfahrer, Jogger, Autos usw.) nachzugehen. |
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