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Die speziellen Sinnesleistungen der
geheimnisvollen Katzen sind durch die ursprüngliche, der Jagd angepasste
Lebensweise, zu begründen. Die Katze ist, um ihren Aufgaben als Jägerin
gerecht werden zu können, mit einem sehr scharfen Wahrnehmungsvermögen
ausgestattet. Dieses besteht aus
Der Tastsinn sitzt vor allem auf den haarlosen Hautflächen: auf der Nase, an den Fussballen und auch auf der Zunge. Der hochempfindliche Nasenspiegel registriert in erster Linie die Temperatur des berührten Objekts, die Pfotenballen machen Meldung über Grösse, Form und Konsistenz. Obwohl die Tastrezeptoren über den ganzen Körper verteilt sind, sind es die Schnurrhaare die herausragend entwickelt sind. Sie reagiren bereits auf einen Luftzug sensibel und ermöglichen es dem Nachträuber, sich auch bei schlechter Sicht zu bewegen. Die Schnurrhaare sind dicke, feste Haare, in welche die Nervenbündel jeingepackt sind. Sie laufen im gleichen Kanal wie die Augennerven zurück ins Gehirn. Schnurrhaare haben drei Aufgaben:
Die Schnurrhaare über den Lippen lassen sich willkürlich nach vorn und nach hinten richten, während die Tasthaare auf der Stirn sich nur dem äusseren Druck anpassen. Katzen, welche perfekte Schnurrhaare haben, können bei Tag und bei Nacht Beute erwischen. Tiere mit beschädigten Schnurrhaaren nur am Tag. Beobachten Sie eine Katze beim Tragen von Beute: Sie können sehen, dass die Schnurrhaare nach vorne gerichtet sind. Warum? Über die Schnurrhaare bekommt sie die Information, ob die Beute sich noch bewegt. Tastsensoren sitzen auch in den
Fellhaaren und in der Haut darunter. Besonders empfindliche auf
Berührung reagieren die Ohrmuscheln. Die Pfoten sind von allen Körperteilen mit den empfindlichsten Tastrezeptoren ausgerüstet. Mit den Pfoten kann die Katze Gegenstände untersuchen, fast auf die gleiche Weise wie wir mit unseren Fingern.
Ebenso eindrucksvoll wie das Gehör ist
auch der Gesichtssinn der Katze. In totaler Finsternis kann
selbst die Katze nichts mehr sehen. Ihr Auge hat jedoch die Eigenschaft,
noch bei geringstem Lichteinfall voll funktionstüchtig zu sein. Das
Katzenauge nimmt jeden Lichtschimmer auf, obwohl ihre Netzhaut nicht
grösser ist als unsere. Aber Linse und Pupille liegen näher an der
Hornhaut, die zur besseren Sehschärfe Der Geruchssinn ist ein Grund,
weshalb Farben für Katzen eine untergeordnete Rolle spielen. Geruch und
Geschmack sind für sie einiges wichtiger als für uns. Bei langnasigen Tieren ist die
Riechschleimhaut sehr stark gefaltet, so dass ein grosses Riechfeld
entsteht. Der Geruchssinn ist besonders gut entwickelt. Ein langnasiger
Foxterrier verfügt über 146 Mio spezieller Nervenenden, eine Katze
besitzt etwa 19 Mio und dem Menschen reichen 5 Mio zum überleben. Katzen haben noch ein Sinnesorgan, das uns fehlt. Es nimmt eine Mittelstellung zwischen Geruchs- und Geschmackssinn ein: das Jakobsonsche Organ. Mit diesem Organ sezieren sie die Düft. Wenn die Nasengänge der Katze verstopft sind ist der Geruchssinn erheblich gestört. Dies kann bei lägner anhaltendem Appetit zu Abmagerung führen. Dies zeigt wie wichtig es ist, dass speziell bei Tieren mit Erkrankungen der oberen Atemwege die Nasengänge frei sind damit sie ihr Futter riechen und aufnehmen können.
Die raspelähnliche Oberfläche der Katzenzunge besteht aus hunderten nach hinten gerichteter Häckchen (Papillen), die geschmacksneutral sind. Sie dienen der Katze zur Fellpflege. Die pilzförmigen Papillen an den Tändern der Zunge und die tassenförmigen Papillen hinten auf der Zunge tragen Geschmacksknospen.
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