Frischfütterung
 

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Futterumstellung

Frischfütterung ist eine gesunde Sache - in mehrfacher Hinsicht. Sie fordert die Auseinandersetzung mit dem Thema "Fütterung" und Sie sollten bereit sein, Erfahrungen zu sammeln. In der Anfangs- und Umstellungszeit holen Sie sich Hilfe von mit der Rohfütterung erfahrenen Personen, das gibt Ihnen Sicherheit in der Materie.

Gesunde Tiere können problemlos auf Rohfutter umgestellt werden, auch Senioren! Das Rohfutter darf nicht zusammen mit Fertigfutter serviert werden. Rohfutter und Trockenfutter haben eine unterschiedliche Verweildauer im Verdauungstrakt. Bei Trockenfutter dauert die Verdauungszeit viel länger als bei Rohfutter, da es viel Getreide (für den Hund eher schwer verdaulich) enthält. Mischen Sie Roh- und Trockenfutter, erfolgt die Verdauung unvollständig, die Folgen sind Bauchweh, Blähungen, Verstopfungen.

Einige Tiere benötigen Zeit, um Rohfutter als fressbar zu erkennen. Viele Trockenfutter enthalten Lock-, Duft- und Aromastoffe. Diese fehlen in der natürlichen Nahrung. Weil das Tier auf diese Düfte programmiert ist, kann die Futterumstellung einige Zeit in Anspruch nehmen. Vor allem reine Wohnungskatzen stellen uns in dieser Hinsicht auf harte Proben.
Nach kurzer Zeit der Rohfütterung wird sich Ihr Liebling verändern, positiv! Das Frischfutter kann vom Organismus besser verwertet werden, dadurch reduziert sich die Kotabsatzmenge. Haut- und Haarkleid werden schöner und gesünder, das Fell glänzt. Insbesondere bei Katzen, welche heute vielfach das ganze Jahr über Haare lassen, reduziert sich dies auf die jahreszeitlich normalen Fellwechsel. Das Kauen an Knochen und an zähen Fleischstücken reduziert Zahnsteine und den damit verbundenen Mundgeruch. Ausserdem macht es den Hunden Spass und sie sind beschäftigt. Der typische "Hund"-Geruch verschwindet.

Beobachten Sie Ihr Tier und finden Sie die Vorlieben heraus. Einige lehnen Innereien ab, andere Gemüse. Nach einer Weile kennen Sie den Geschmack und die Vorlieben Ihres Liebling und können die Fütterung entsprechend anpassen. Anfängliche Gemüseverweigerer können zu Gemüseliebhabern werden wenn sie am Anfang nicht gezwungen werden, viel davon zu fressen sondern langsam daran gewöhnt werden.
Viele mäkelige Fresser nehmen Fleisch mit Appetit an.

Nicht alle Tiere vertragen von Anfang an rohes Fleisch, rohen Fisch und Knochen. Einem über längere Zeit mit Trockenfutter ernährten Tier fehlen die gesunden, zur Verdauung nötigen Darmbakterien und Enzyme. Die Darmflora muss zuerst neu aufgebaut und die unerwünschten Bakterien reduziert werden. In der Regel ist der Darm eines mit Trockenfutter gefütterten Tieres verschlackt. Daran liegt es, wenn die Umstellung nicht gleich "glückt".

Die Verdauungsprobleme werden weniger da Fleisch und frisches Futter im Magen keine Flüssigkeit aufnimmt und somit sein Volumen nicht unnötig vergrössert. Ganz anders bei Trockenfutter: es quillt im Magen bis zum 4fachen Volumen auf und steigert, im Gegensatz zur Rohfütterung, das Risiko der Magendrehung. Ausserdem muss der Körper das Wasser "liefern" was den Organismus belastet.

Kotabsatz: Erschrecken Sie nicht, wenn anfangs in der Umstellungsphase der Kot mit Schleim überzogen ist. Dies ist eine Folge davon, dass sich die Darmschleimhaut regeneriert und erneuert. Wenn Sie immer dasselbe Trockenfutter angeboten haben, waren Farbe und Konsistenz des Kotes immer gleich. Dies wird sich ändern, in Abhängigkeit vom Gefütterten.
In kommerziellem Futter sind hohe Anteile an Füllstoffen. Diese passieren den Verdauungstrakt ungenutzt und enden als grosser Haufen. Rohfleisch und Gemüse werden ganz anders verwertet, der Verdauungstrakt verarbeitet einen grossen Anteil.

Auswirkung auf den Stoffwechsel: Frischfleisch bringt Kraft und Energie. Das Muskel- und Bindegewebe fühlt sich fester an. Das Allgemeinbefinden des Tieres verbessert sich, das Immunsystem wird gestärkt. Welpen wachsen mit Rohfutter langsamer und können so stabile Knochen und Gelenke entwickeln. Nicht zu unterschätzen ist der Faktor, dass es den Tieren in der Seele gut tut, frisch gefüttert zu werden. Sie werden es an seinen Augen erkennen können.

Fressen als Beschäftigung: Hunde wollen kauen, nagen, am liebsten stundenlang. Knochen bearbeiten wie eine Beute. Wenn Sie einen Garten haben kann es sein, dass ihr Hund die Knochen oder auch Fleischstücke erst einmal vergräbt. Dies ist ein natürliches Verhalten; die Bodenbakterien können schon mal vorverdauen. Irgendwann wird das Teil wieder ausgegraben und weiter "verarbeitet". Für einen gesunden Hund kein Problem.

Es kann sein, dass Ihr Tier anfänglich das Frischfutter gierig verschlingt. Dies legt sich, wenn er begreift dass dies kein Leckerchen sondern das Tägliche Futter ist. Die meisten Hunde laufen mit Freude und erhobener Rute zum Fressnapf, das einfache "vor dem Napf warten" ist passée. Auch wird die Schüssel mehrmals "geputzt" - mmmmh, lecker wars.